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Einsatzbericht von Rolf Wernicke

Einsatzort: Patenprojekt in Nyabondo vom 17.11. bis 24.11.2012

Die Teilnehmer der Reisegruppe waren Rita Heinke, Marion Pankow, Peter Pankow und Rolf Wernicke. Nach einigen Schwierigkeiten mit dem Übergepäck sind wir direkt von Frankfurt nach Nairobi geflogen und waren am Samstag früh vor Ort. Mit Patrick Ikiki Fahrt nach Thika zur Mount Kenia Universität. Dort haben wir Ritas Patenkind Japhet Kibet nach sechs Jahren wiedergetroffen. Wir waren sehr froh und glücklich einen lieben und intelligenten jungen Mann wiederzusehen, der uns stolz seine Universität zeigt, an der er die Ausbildung zum Oral Health Worker im September begonnen hat. Nach einem gemeinsam verbrachten Nachmittag in Thika und Abend in Nairobi mussten wir dann schon wieder Abschied nehmen, da Japhet am Sonntag für das bevorstehende Examen lernen musste.

Am Montag früh sind wir nach Kisumu geflogen und wurden dort von Sr. Seraphine und dem Fahrer Martin bereits am schicken neuen Flughafen erwartet. Nach einem gemeinsamen Frühstück haben wir das neue Waisenhaus in Kisumu besucht, das auf uns einen freundlichen und baulich guten Eindruck gemacht hat. Es wurde im November diesen Jahres offiziell übergeben, ist aber noch nicht in Betrieb. Nach Fertigstellung der Räume für das Personal soll es im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden. Im angrenzenden Kindergarten waren wir als Mzungus die Attraktion der Kinder. Nach kurzer Fahrt Besuch im Konvent in Kisumu und ein Wiedersehen mit Sr. Silvester. Nach der Ankunft und dem Bezug des Gästehauses haben wir am Nachmittag Grace besucht und die Fortschritte beim Nyanepha Projekt erfahren. Es war für uns ein freudiges Wiedersehen nach 6 Jahren.

Am Dienstag wurden wir von Father Francis begrüßt. Am späten Vormittag sind wir mit Florence und Karen zu einer Reihenuntersuchung mit Prophylaxeunterweisung in eine nahegelegene Schule gefahren.  Wir untersuchten ca. 100 Kinder der Klassenstufen 1 bis 8. Die Zusammenarbeit mit Florence und Karen war sehr gut.
Am Mittwoch hatten wir Zeit mit Sr. Seraphine ausgiebig über die Organisation des Patenprojektes zu sprechen. Es war sehr gut vor Ort die gegenseitigen Fragen zu erörtern und zu klären. Unter anderem haben wir eine Übersicht über den Stand aller Berufsausbildungen mit den damit verbundenen finanziellen Verpflichtungen des Vereins von Sr. Seraphine und Eric bekommen. Am Abend gab es dann ein Wiedersehen mit dem zweiten Patenkind von Rita und Rolf. Es war für uns eine große Freude zu sehen, welche Entwicklung Davis genommen hat. Er hat die Secundary School erfolgreich abgeschlossen und wird im kommenden Jahr ebenfalls studieren. Zum Abendessen waren wir im Konvent eingeladen, neben dem guten Essen gab es auch für uns Gelegenheit die Sisters kennenzulernen, gute Gespräche zu führen und auch herzhaft zu lachen.

Am nächsten Morgen trafen Marion und Peter ihre Patenkinder Lavenda und Donex. Das erste Treffen war für beide Seiten aufregend und mit Spannung erwartet. Nachdem Gilbert, das Patenkind unserer Nachbarn Carmen und Ulrich Kirchheim ebenfalls im Gästehaus eingetroffen war, brachen wir zu einem gemeinsamen Tagesausflug mit Sr. Seraphine in Richtung Kisumu auf. Nach einer Bootsfahrt auf dem Victoriasee hatten wir bei einem  anschließenden gemeinsamen Mittagessen die Möglichkeit bei ungezwungener Unterhaltung mehr über das Leben der Patenkinder zu erfahren.  Gleichzeitig nutzten wir unseren Aufenthalt in Kisumu zur Vorbereitung des Kinderfestes in Santa Monica Village, welches am nächsten Tag stattfand.

Am Freitag trafen über 100 Patenkinder im Witwendorf ein, mit denen wir einen sehr schönen vergnüglichen Tag verbringen konnten. Es wurde Sport getrieben, gespielt, gemeinsam gegessen, geredet, gelacht und für uns Gäste ein Programm dargeboten. Dieser Tag war für uns in besonderer Weise sehr emotional und hat uns gezeigt, wie wichtig und zukunftsweisend das Patenprojekt des Vereins ist und wie viel Hoffnung es in sich trägt. Am Abend war dann der Zeitpunkt des Abschieds gekommen, der uns allen sehr schwer fiel.

Trotz der Kürze war der Aufenthalt in Nyabondo für uns in besonderer Weise bewegend. Wir durften konkret erleben, dass die Patenkinder Japhet, Davis, Gilbert und Eric eine ganz positive und hoffnungsvolle Entwicklung genommen haben. Sie haben sich zu intelligenten, jungen Männern entwickelt. Ihre Dankbarkeit haben wir erfahren und als Ansporn für die weitere Arbeit im Patenprojekt mitgenommen. Diese Lebensläufe stehen stellvertretend für viele Patenschaften. Diese Entwicklung wünschen wir uns auch für die noch jüngeren Patenkinder Lavenda und Donex und hoffen, dass die guten Erfahrungen immer weitergegeben werden.

Die Zeit in Nyabondo hat uns wieder einmal das großartige Engagement von Sr. Seraphine vor Augen geführt. Wir haben Sie einerseits als ernsthafte und  sehr pflichtbewusste, und anderseits als lebenslustige und humorvolle Frau erlebt, die unser gemeinsames Patenprojekt hervorragend betreut und organisiert. Wir sprechen ihr unsere Hochachtung und Bewunderung aus.

Wir denken gerne an die Zeit in Kenia zurück und freuen uns auf unseren nächsten Einsatz.

Rita, Marion, Peter und Rolf
Asante Sana.

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