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Weihnachtsfeier im Patenschaftsprojekt

Jahreswechsel 2013 - 2014

ich möchte Ihnen von meinem letzten Aufenthalt in Kenia, in Nyabondo berichten. Mein Name ist Nina und ich bin zuständig für die Berufsausbildung unserer Patenkinder. Ich habe mich entschlossen im vergangenen Jahr über Weihnachten und Silvester nach Kenia zu fliegen, um auch am Seminar für unsere Patenkinder teilzunehmen. Begleitet wurde ich von meiner Freundin Nina W., die ebenfalls Sozialarbeiterin ist. Bei ihr möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal für die Unterstützung vor Ort bedanken. Das Seminar umfasste drei Tage, davon waren zwei Tage für die Patenkinder, die in der Berufsausbildung sind und ein Tag für unsere gesamten Patenkinder als Weihnachtsfeier geplant. Drei verschiedene Dozenten hielten Vorträge. Auch konnten diverse Gruppenarbeiten während des Seminars durchgeführt werden.

In diesen wurden beispielsweise Möglichkeiten erarbeitet, wie die Kinder etwas an die kenianische Bevölkerung und uns zurückgeben können. Unseren Berufsausbildungspatenkindern wurde noch einmal ausführlich der mit uns geschlossene Vertrag erläutert. Dieser legt fest, dass die Patenkinder nach Abschluss der Berufsausbildung 10 Prozent der Ausbildungskosten in einen Fund zurückzahlen müssen. Dieses Geld kommt dann anderen Kindern zugute. Einige tausend Euro haben sich bereits in diesem Fund angesammelt. Das Geld wird durch unsere Sister Seraphine (zuständig für unsere Patenkinder vor Ort) verwaltet. Die Weihnachtsfeier war für unsere Patenkinder sehr aufregend, vor allem wegen der Bescherung. Viele Pateneltern hatten schon vorher ein Geschenk für ihr Patenkind Einsatzleistenden mitgegeben. Dieses Geschenk wurde dann zur Weihnachtsfeier überreicht. Alle Kinder erhielten diesmal das von ihnen spendierte Weihnachtsgeschenk in Form eines Taschengeldes.

Ich war sehr beeindruckt vom Seminar und unseren Kindern. Es zeigte die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit unserer Investitionen in die Bildung der Kinder. Im Rahmen einer Gruppenarbeit bezeichnete ein Junge den Kauf einer Matratze und die Übernahme des Schulgeldes als eindruckvollstes Erlebnis in seinem Leben. Ich habe den Eindruck, dass wir mit dem Patenschaftsprojekt richtige und sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit leisten und die Hilfe zur Selbsthilfe sehr gut angenommen und verstanden wird.

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Sister John Mary, eine Nonne mit der wir seit langer Zeit zusammen arbeiten, kam extra aus Asumbi (einem anderen Dorf etwa 3 Stunden entfernt) um einen Vortrag über sexuell übertragbare Krankheiten zu halten, in dem neben HIV auch andere verbreitete Erkrankungen wie Syphilis zur Sprache kamen. Es beeindruckte mich sehr, wie offen über Kondome gesprochen wurde und wie fortschrittlich die Präventionsarbeit der Sisters geworden ist. Ich erinnere mich daran, wie es war, als ich für AIDS Relief im Jahr 2006 in Nyabondo gearbeitet habe und das Wort Kondom nicht mal erwähnt werden durfte. Diese für mich neue und sehr offene und realistische Entwicklung hat mich sehr beeindruckt.

In meinem Vortrag auf dem Seminar habe ich viel gelobt und versucht zu vermitteln, dass uns die Rückzahlung und die Eigenverantwortung der Jugendlichen sehr wichtig sind. Außerdem habe ich den Patenkindern von Ihnen herzliche Grüße ausgerichtet und nahegebracht, wie stolz sie auch als Pateneltern auf die Jugendlichen sind, die bereits eine so erfolgreiche Entwicklung durchlaufen haben. Ich hoffe in ihrem Interesse gesprochen zu haben.

Wenn Ihr Patenkind kurz vor dem Schulabschluss steht und eine Berufsausbildung plant, möchte ich an dieser Stelle auch ein paar Worte zum Ausbildungsmarkt verlieren. Die Chancen für Ihr Patenkind einen Ausbildungsplatz, Collegeplatz oder Studienplätz zu erhalten, hängen stark vom Ergebnis der schulischen Abschlussprüfungen und von den vorhanden finanziellen Mitteln für die Berufsausbildung ab. Die Absolventen melden sich häufig an vielen verschiedenen Colleges oder Universitäten zu verschiedenen Studienrichtungen an. Bis die Kinder dann eine Zusage der Colleges erhalten, kann es bis in den September dauern, obwohl bereits im Januar die Ergebnisse der Abschlussprüfungen vorliegen. Ihr Patenkind und natürlich auch Dentists for Africa sind sehr dankbar, wenn Sie sich dazu bereit erklären, Berufsausbildungskosten für Ihr Patenkind zu übernehmen. Hierfür haben wir einen Mindestbetrag von 500 Euro pro Jahr festgelegt, deren Einhaltung für uns im Vordergrund steht. Wenn diese Grenze in der Realität doch höher liegen sollte, werden wir gemeinsam mit Ihrem Patenkind und Ihnen eine Lösung finden.

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Während des Seminars wurden die Teilnehmer ausgezeichnet im Witwendorf bewirtschaftet. Wir sind stolz darauf, dass unsere Projekte so in einander greifen. Ein weiteres Erlebnis war für mich auch die Begleitung der Patenkinder zur Schule. Ich habe mithelfen können die Schulkisten zu packen und bin mit zur Primary Girls School in Polo gefahren. Die Kinder wurden zum Schulanfang gut von Sister Seraphine versorgt. 

Ich möchte mich im Namen des gesamten Vereins für ihre Unterstützung des Patenschaftsprojektes bedanken. Es ist wirklich eine gute und sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit, die wir zusammen mit ihnen als Verein leisten und die Dankbarkeit bei den Patenkindern war für mich in den drei Wochen ständig zu spüren. Ich soll aus Kenia herzliche Grüße und vielen Dank an Sie senden.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung und freue mich, dass ich weiterhin für die Berufsförderung tätig bin.

Herzliche Grüße, Nina 

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