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Einsatzbericht Nyabondo, Sommer 2014

Im Frühjahr 2010 bin ich während des Studiums zum ersten Mal für eine Famulatur nach Tansania geflogen und weil mich seitdem die Sehnsucht nach Afrika nicht mehr losgelassen hat, bin ich 2013 zum ersten Mal für Dentists for Africa nach Kenia geflogen. Dort hat mich Nyabondo so verzaubert, dass ich nach meinen 2 Monaten dort direkt den nächsten Einsatz planen musste und so war ich dieses Jahr in meinem Sommerurlaub nochmal für 3 Wochen dort und ich kann nur sagen, es macht irgendwie süchtig. Es gibt dort jeden Tag so viel Neues zu entdecken und so viele interessante Geschichten, davon konnte ich gar nicht genug bekommen.

Was mich an Nyabondo so begeistert hat, war die Offenheit und Herzlichkeit der Kenyaner. Wir wurden so lieb empfangen und aufgenommen, obwohl es mit Sicherheit nicht immer ganz einfach für die Menschen dort ist. Alle paar Wochen kommen neue Einsatzleistende, mit neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen und unterschiedlichen Arbeitsweisen. Auf der einen Seite meint man es nur gut, aber auf der anderen Seite wird dort unter ganz anderen Bedingungen behandelt und damit kennen die Kenianer sich dann schon besser aus und man kann auch von denen einiges lernen. Zum Beispiel, dass ein bischen pole pole Einstellung im Leben gar nicht schaden kann. Manchmal hat das sehr viel Geduld erfordert, aber die hat sich dann auch ausgezahlt.

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Das Arbeiten dort hat richtig Freude gemacht, gerade weil wir uns gegenseitig neue Dinge gezeigt haben und uns immer unterstützt haben. Besonders schön war es die Schulkinder zu behandeln. Es war nie so ganz klar, ob sie kommen und wann sie kommen, aber wenn sie dann mal da waren, ging es immer total lustig zu. Nicholas, der Oho, der dort arbeitet, und ich haben zusammen Füllungen gemacht und viele viele Zähne gezogen, und Nicholas oder Dominik, der Zahntechniker vor Ort, haben den wartenden Kindern beigebracht , wie man richtig Zähne putzt. Es wurde also keinem langweilig. Süß war auch, dass immer ein paar Kinder mit ihren Nasen an den Fensterscheiben geklebt haben, um genau zu beobachten , was wir denn genau dort anstellen. Und es hat mich doch schon fasziniert wie geduldig alle gewartet haben, bis sie dann mal an der Reihe waren. Und wenn dann doch mal zu wenig Patienten dort waren, haben Nicholas und ich immer klick klack kluck um diese gespielt.

Auch unser Besuch in einer nahe gelegenen Schule hat mich begeistert. Wir wurden schreiend und lachend von den Kindern in Empfang genommen und haben uns dann alle unter einem Baum auf dem Schulhof versammelt, wo Dominik das Teaching in 3 Sprachen übernommen hat, worüber ich sehr dankbar war. Danach haben wir dann alle zusammen die Kinder untersucht und das war eine tolle Erfahrung bei Sonnenschein draußen auf der Wiese.

Besonders schön an Nyabondo finde ich auch, dass man Einblicke in die verschiedenen Projekte bekommt. Einmal eben in das Arbeiten in der dental unit unter afrikanischen Bedingungen, aber auch in das Witwen- und Patenschaftsprojekt. Durch die kurze Entfernung zu dem Witwendorf, hatten wir auch die Gelegenheit mit den Witwen über die Arbeit dort zu sprechen und haben uns dort auch richtig schöne Kleider schneidern lassen, die ein einmaliges Andenken sind und auch ein wenig die Witwen in ihrer Arbeit unterstützen. Außerdem hatten wir beim ersten Mal in Nyabondo eine Party im Witwendorf für die Waisenkinder mit Hilfe von Sister Seraphine organisiert und das war eigentlich einer der schönsten Tage in dieser ganzen Zeit. Wir haben viel mit den Kindern gelacht und gespielt und am Ende wurden diverse Tänze und Lieder für uns aufgeführt, bei denen wir natürlich nicht fehlen durften. Dort haben wir dann auch unsere Patenkinder kennengelernt.

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Es war schön, dass wir so lange vor Ort waren, weil wir so auch unheimlich viel Zeit hatten, was mit den Kindern zu unternehmen. Es hat mich ziemlich berührt die Kinder zu Hause mit ihren Familien zu besuchen und zu sehen wie sie dort leben und es hat richtig Spaß gemacht auch einfach nur mal nach Sondu zusammen auf den Markt zu fahren, wo sich jeder ein neues Kleid und Schuhe aussuchen durfte. Aber auch Ausflüge zum Lake Victoria oder in den Kakamega Forest fanden alle klasse.

Als ich dann das zweite Mal dieses Jahr dort war, war es richtig süß, dass Lilian, mein Patenkind, mich ab und zu nach der Arbeit besuchen kam und wir dann manchmal auch einfach nur zusammen Pommes essen und Cola trinken waren.

Und das zweite Mal nach Nyabondo zu kommen war fast so ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Es lag jetzt nur ein halbes Jahr dazwischen, aber in der Zeit hat sich schon einiges verändert und verbessert. Dadurch, dass Nicholas jetzt die Schulkinder behandeln darf, bekommt das Krankenhaus mehr Patienten und hoffentlich so auch bald mehr Umsatz. Und das ganze Team in Nyabondo ist wirklich klasse. Das Krankenhaus kann mit dem Team der dental unit richtig froh sein. Nicholas und Dominik haben sich immer um alles gekümmert und sich sehr viel Mühe mit der Organisation gegeben und ich bin sehr zuversichtlich, dass es weiter bergauf mit Nyabondo geht.

Sehr dankbar war ich für die vielen Einblicke in die afrikanische Kultur und Lebensweise. Man wurde überall herzlich willkommen und so habe ich dort auch z.B. meine ersten afrikanischen Beerdigungen miterlebt. Es wurde gesungen, getrommelt uns getanzt und das mit der Zeit immer ausgelassener, wie mir dann berichtet wurde, damit die Angehörigen den Schmerz vergessen. Also trotz der traurigen Angelegenheit für uns ein richtiges Erlebnis. Und egal wo man hingeht, man wird überall von strahlenden und lachenden Kindern empfangen, die einem die Hände entgegen strecken und wie wild Mzungu rufen. Es dauert also immer ein bisschen länger bis man an seinem Ziel ankommt.

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Für mich waren die Wochen in Nyabondo eine ganz unvergessliche Zeit, die ich nicht missen möchte. Mein Herz hängt sehr daran und ich freue mich schon wahnsinnig auf meinen nächsten Einsatz mit vielen neuen tollen Eindrücken und Erlebnissen und bin unendlich froh diesen wunderbaren Ort entdeckt zu haben!

von Sandra Kühn

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