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Zum Elternsprechtag nach Kenia - Ein Einsatzbericht aus dem Patenschaftsprojekt

 

Seit 2003 fördern wir unser Patenkind Justus über die Dentists for Africa. Mittlerweile ist er 16 Jahre alt und hat sich toll entwickelt. Wir haben ihn in diesen Jahren nun sieben Mal in Kenia gesehen, was sicherlich nicht üblich ist. 

Wir waren sehr stolz, als Justus nach einem sehr guten Primary School-Abschluß (Klasse 1 – 8) im Jahr 2011 an eine sehr gute Secondary School in Njiiri gerufen wurde. Und auch dort hat er die ersten zwei Jahre gute Zeugnisse erhalten, was in Kenia die Basis ist, studieren zu können. 

Um so überraschter waren wir, als sein letztes Tertials-Zeugnis plötzlich negativ aus dem Rahmen fiel. Deshalb traten wir mit seiner Schule per Email in Kontakt, um nach der Ursache zu fragen und ob wir etwas für Justus tun können. Wir wollten mehr wissen. Nach nur wenigen Wochen erhielten wir eine Antwort. Uns wurde vorgeschlagen, doch am Prize Giving Day am 12. Juli die Schule zu besuchen, da an diesem Tag diese für Eltern und Freunde geöffnet ist. Es ist in Kenia nicht erlaubt, die Schüler während der Schulzeit zu besuchen. Aus Erfahrung wissen wir, dass diese Regel insbesondere von den meisten Secondary Schools strikt eingehalten wird. 

Wir diskutierten einige Tage und dann stand unser Entschluß fest. Wir verschoben unseren ursprünglich geplanten Sommerurlaub und buchten einen Flug nach Kenia. Wir wollten wissen, welche Probleme Justus hat und wie wir ihm helfen können. 

Am Morgen des 12. Juli fuhren wir von Nairobi knapp zwei Stunden nach Njiiri zur Schule. Die Njiiri-Region ist ein sehr fruchtbarer Teil Kenias. Er liegt auf einer Hochebene. Man fährt zunächst durch Kaffee-, danach durch Teeplantagen. Die Njiiri High School selbst besitzt 14 ha Land und baut auch ihren eigenen Tee an. Die Schule wird von 1400 Schülern besucht.

Am Prize Giving Day werden die besten Schüler der einzelnen Jahrgänge in den einzelnen Fächern geehrt und erhalten kleine Auszeichnungen. Es gibt, wie in Kenia üblich, viele Ehrengäste und viele Reden. Wir waren als einzige Weiße, sog. Mzungus, nicht zu übersehen. Wir waren sehr überrascht und erfreut, als der zuständige Parlamentsabgeordnete uns persönlich in seiner Rede begrüßte und für unser Engagement lobte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Justus keine Ahnung, dass wir ihn besuchen würden, wie wir später von ihm erfuhren. Nach dem offiziellen Teil war es dann soweit, wir konnten uns mit Justus treffen und zusammen mit ihm das mitgebrachte Hähnchen genießen. Hatten wir doch vorher von unserem Fahrer Patrick erfahren, dass es üblich ist, zu diesem speziellen Tag ein besonderes Essen mitzubringen.

Später konnten wir noch mit dem Direktor und seinem Stellvertreter sprechen. Nun verstanden wir auch die schlechten Noten des letzten Zeugnisses. Justus hatte zwei Wochen mit einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus in Thika gelegen und war von dort direkt in die Prüfungen gegangen, damit erklärt sich einiges. In Kenia sind die Noten der Abschlußprüfungen gleichzeitig auch jeweils die Zeugnisnoten.

Dann gab es eine tolle Überraschung für uns. Nachdem der Direktor mit uns gesprochen hatte, gab er Justus die sehr seltene Erlaubnis, den Sonntag mit uns zu verbringen. Wir fuhren mit Justus nach Nairobi. Dort sah er zum ersten Mal in seinem Leben das Parlament, den Präsidentenpalast, den Uhuru-Park und viele weitere wichtige Sehenswürdigkeiten. Seine Hauptstadt beeindruckte ihn sehr. Wir machten auch einen Abstecher in den David Sheldrick’s Wildlife Trust, eine Pflegestation für Elefantenwaisen, die mühselig wieder für die Auswilderung vorbereitet werden. Dies machte uns allen einen Riesen-Spaß.

Natürlich war auch Zeit für viele Gespräche, aufmunternde und motivierende Worte. Diese bekommt Justus sonst nicht. Wir sind sicher, mit diesem Besuch Justus noch einmal richtig den Rücken gestärkt zu haben.

von Dr. Gabriele Leiber-Ohl & Norbert Ohl

 

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