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Einsatz vom 02.01.-06.01.2016

Einsatzleistende: Dr. Rupert Müller

Bungoma ist eine kleine schnell schnell wachsende quirlige Stadt im Westen von Kenya Nähe der Grenze zu Uganda. in der Umgebung finden sich viele Zuckerrohrfelder, die sicher einen Grund für die oft desaströsen Gebisse schon der kleinsten Kinder sind. Unsere Dental Unit befindet sich im Damian Hospital im Süden der Stadt. Das Krankenhaus wird von den Franziskanerinnen betriebenen. Der Oral Health Officer Alex arbeitet in dieser Station. Es ist dort sehr viel Arbeit zu bewältigen und er kann Hilfe aus Deutschland dringend gebrauchen. Von Morgens bis Abends war das Behandlungszimmer wegen der vielen wartenden Patienten nur mühsam zu erreichen. 

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Die Station befindet sich in einem guten Zustand, allerdings sind die Verantwortlichen noch zögerlich Verbrauchsmaterialien selbst zu besorgen und hoffen immer noch, sie aus dem Lager zu bekommen. Alex ist super organisiert und arbeitet sehr gut, auch außerhalb meines Einsatzes hat er viel zu tun aber noch Potenzial. Die Schwestern hatten mit kostenloser Behandlung für Kinder geworben, dadurch war der Andrang besonders groß. Bei ca. fünf Prozent der Vorschulkinder waren die Zähne so zerrstört, dass wir keinen einzigen davon retten konnten. In Bungoma besteht also auch ein dringender Bedarf, Mundhygiene an die Schulen zu bringen. Auch bei den Eltern kann man wenig voraussetzen.

In nur drei Arbeitstagen haben wir gemeinsam 42 Füllungen und 125 Extraktionen bei Kindern durchgeführt. Des Weiteren konnten wir noch ca. 15 Erwachsene behandeln. Weitere Behandlungen, an die wir uns später nicht mehr genau erinnern konnten, haben wir nicht dazu gerechnet. Alex erscheint mir sehr integer zu sein. Gegen Sonntagsarbeit konnte ich mich nur mühsam wehren und die Schwestern schienen fast etwas enttäuscht . Alex plant weitere Energie in Werbung investieren. Aus meiner Sicht ist Bungoma eine sehr gute Standortwahl.

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Als Einsatzleistender ist man hier nicht in einem Gästehaus bei den Schwestern untergebracht, sondern in einem Hotel. Dadurch ist der soziale Kontakt etwas schwächer als in den anderen Stationen. Das Hotel liegt an einer Einfallsstraße und man wird von einem Fahrer des Krankenhauses hin und her gebracht. Um es zu Fuß zu erreichen ist es zu weit und zu unsicher, da die Arbeit erst nach 18 Uhr und damit nach Sonnenuntergang beendet ist. 
Das Hotel ist ein ordentliches afrikanisches Business Hotel mit Restaurant, WLAN und Bar. Der Ruhe wegen sollte man ein Zimmer im oberen Stock und nach hinten hinaus wählen. zu Fuß ist kaum etwas Interessantes zu erreichen. Das Hotel kostet pro Tag 25 Euro, die Verpflegung wurde von den Schwestern bezahlt.
Touristisch interessant wäre bestimmt mal der Mount Elgon Nationalpark. Ich habe versucht ihn zu erreichen, aber für einen Tag ist die Strecke einfach zu lang. Ich denke, dass ein geländegängiges Fahrzeug des Krankenhauses uns zu Verfügung gestellt werden würde. Der Park bietet Möglichkeiten für interessante Wanderungen und Höhlenbesichtigungen. Nach meiner Information stehen nette Hütten im Park für die Übernachtung zur Verfügung.

Ich wünsche der Station eine gute Zukunft und garantiere allen nachfolgenden Helfern und Helferinnen eine arbeitsreiche Zeit.

Dr. Rupert Müller

 

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