Dentists for Africa Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung

Hilfseinsätze

Sie möchten einen Hilfseinsatz absolvieren? Bitte füllen Sie das Kontakformular aus, wir werden dann in Kürze persönlich mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Hintergrund

Wir haben in Westkenia seit 1999 elf Zahnstationen eröffnet. Diese sind an Krankenhäuser zweier verschiedener Franziskanerinnenorden angegliedert. Durch unsere Projektpartner können wir so bereits etablierte Strukturen nutzen. Die Zusammenarbeit mit den Franziskanerinnen erleichtert die Patientengewinnung, erhöht die Akzeptanz und erleichtert die Organisation von mobilen Einsätzen in entlegene und uns unbekannte Regionen. Außerdem stellen die Franziskanerinnen die Räumlichkeiten für die Praxen und auch sichere und für kenianische Verhältnisse komfortable Unterkünfte für die deutschen Einsatzleistenden zur Verfügung.

Da in Kenia kein öffentliches Gesundheitssystem und auch keine staatliche Krankenversicherung existiert, profitieren häufig nur die wohlhabenden Bevölkerungsschichten der Großstädte von einer zahnärztlichen Behandlung. Der Großteil der armen Landbevölkerung hatte bisher keinen Kontakt zu einem Zahnarzt und könnte sich diesen in der Regel auch nicht leisten. Unser Ziel ist es, der armen Bevölkerung eine grundlegende zahnmedizinische Versorgung zu bieten.

Zahnarztpraxen

Aus diesen Gründen sind unsere Standorte in den ländlichen Regionen Westkenias und den Slums der Großstädte Nairobi, Nakuru und Kisumu gelegen.

Die Zahnarztpraxen sind mit neuen, luftgesteuerten Behandlungseinheiten brasilianischer Herkunft ausgestattet.

Das zahnmedizinische Behandlungsspektrum umfasst konservierende Behandlungsmaßnahmen, Prophylaxe und zahnärztliche Chirurgie. Vorteilhaft ist eine gewisse Erfahrung in der zahnärztlicher Chirurgie, da häufig herausfordernde Extraktionen tief kariös zerstörter Zähne angezeigt sind, die unter den einfachen Arbeitsbedingungen bei mobilen Einsätzen bewältigt werden müssen. Wer noch nicht über genügend Erfahrung beim Extrahieren und in zahnärztlicher Chirurgie verfügt, sollte das im Rahmen der Einsatzplanung mitteilen, so dass der Schwerpunkt des Einsatzes auf Füllungstherapie, Prävention und Einsätze in Schulen gelegt wird.

Neben der Arbeit in den Zahnarztpraxen ist unser Arbeitsalltag in Kenia durch die Mobiles geprägt. Dies sind mehrmals wöchentlich stattfindende, zahnmedizinische Behandlungseinsätze in entlegenen Regionen. Hierfür werden alle notwendigen Instrumente und Gerätschaften wie mobile Behandlungseinheit, Autoklav und Generator eingepackt und gemeinsam mit dem multinationalen Behandlungsteam zum Einsatzort gebracht. Wir finden dort in der Regel einen hohen Behandlungsbedarf vor, so dass vor allem Schmerzbehandlungen durchgeführt werden. Die Patienten haben dann die Möglichkeit, zur Weiterbehandlung die Zahnstationen aufzusuchen.

Verantwortung übergeben

Viele unserer Zahnstationen werden kontinuierlich durch kenianisches Fachpersonal, den Oral Health Workers betreut. Ihr Berufsbild ist in etwa mit dem früheren Dentisten in Deutschland vergleichbar. Unser Ziel ist es, durch eine kollegiale Zusammenarbeit eine Weiterqualifizierung der kenianischen Mitarbeiter zu erreichen.

Außerdem unterstützen wir das Zahnmedizinstudium dreier Franziskanernonnen. Unsere erste Zahnmedizinstudentin, Sr. Fabian, wird ihr Studium im Jahr 2013 beenden und nach der Ableistung ihrer Pflichtassistenz schrittweise Verantwortung für unsere Zahnarztpraxen in Kenia übernehmen.

An einige der Zahnstationen sind Dentallabors angeschlossen. Dort können die kenianischen Zahntechniker einfache Klammerprothetik zur Lückengebissversorgung herstellen.

Primärprävention

Unserer Arbeit in Deutschland ähnlich, nimmt die Prophylaxe von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen einen großen Stellenwert in der täglichen Arbeit ein. So finden häufig Reihenuntersuchungen in den umgebenden Schulen statt. Gemeinsam mit den kenianischen Mitarbeitern werden die Kinder über die Notwendigkeit und die Durchführung von Mundhygienemaßnahmen unter Beachtung der vor Ort verfügbaren Hilfsmittel instruiert. Behandlungsbedürftige Kinder werden in die Zahnstationen einbestellt, teilweise erfolgt die Behandlung auch direkt in den Schulen.

Zahnärztliche Hilfseinsätze - Ablauf

Sie können einen zahnmedizinischen Hilfseinsatz absolvieren, wenn Sie Zahnärztin oder Zahnarzt sind, eine zahntechnische Ausbildung absolviert oder zahnmedizinische Fachangestellte sind. Auch mit einer anderen medizinischen Qualifikation können Sie sich vor Ort sehr gut einbringen.

Nach der Kontaktaufnahme mit unserer Organisation erfolgt die gemeinsame Abstimmung von Einsatzort, Einsatzzeit und Einsatzdauer. Bitte planen Sie dabei eine Einsatzdauer von mindestens zwei Wochen ein. Sie bekommen von uns Hinweise auf die wichtigen Dinge, die vor einem zahnärztlichen Hilfseinsatz vorbereitet und erledigt werden sollen.

Nachdem die Rahmenbedingungen gemeinsam festgelegt sind, können Sie individuell den Flug nach Kenia buchen. Am Flughafen werden Sie von einem zuverlässigen Partner abgeholt, der Sie zum Einsatzort bringt. Dort werden Sie von den Franziskanerinnen sehnlichst erwartet. Die kenianischen Mitarbeiter führen Sie an den folgenden Tagen am Arbeitsplatz ein. Ihr Alltag wird durch die Arbeit in den Zahnstationen und durch Mobiles geprägt sein. An den arbeitsfreien Tagen der Wochenenden können Sie selbstständig die Umgebung erkunden bzw. begleitete Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten und Nationalparks organisieren. Die Arbeitseinsätze können nach Absprache auf verschiedene Zahnstationen verteilt oder vollständig an einem Ort durchgeführt werden.

Nach ereignis- und erlebnisreichen Wochen in Kenia kehren Sie mit vielen neuen Eindrücken nach Deutschland zurück und werden Ihren Arbeitsalltag an der einen oder anderen Stelle mit anderen Augen sehen. Nach dem Verfassen eines Einsatzberichtes mit Lob und Kritik zum Erlebten erfolgt die Abrechnung der Einsatzkosten mit unserer Organisation. Für den für Unterkunft und Verpflegung an die Franziskanerinnen entrichteten, kleinen Obulus und alle anderen, mit dem Arbeitseinsätzen entstehenden Aufwendungen wie den Flughafentransfer und den Flug selbst stellen wir Ihnen im Rahmen der Abrechnung nach Ihrer Rückkehr eine Spendenquittung aus.

Da der persönliche Kontakt zu unseren Einsatzleistenden ein wichtiges Kriterium für den Erfolg Ihres Einsatzes ist, sind wir zu jedem Zeitpunkt des Einsatzes erreichbar.

Wir würden uns freuen, wenn Sie die Arbeit der Dentists for Africa auch nach dem zahnärztlichen Hilfseinsatz weiter unterstützen – durch Mitgliedschaft in unserer Organisation, die Übernahme einer Patenschaft oder der aktiven Mitarbeit in einem Projektbereich, der während des Einsatzes Ihr besonderes Interesse geweckt hat.

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